6. Oktober – Rückgang von Arbeitsunfällen am Bau hält an

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Der Rückgang von Arbeitsunfällen in der Bauwirtschaft hält an. Im Jahr 2015 verunglückten 102.333 Beschäftigte – 1.398 weniger als im Vorjahr. Dies berichtete Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) am 26. August 2016 in Berlin. Doch trotz dieser positiven Entwicklung gibt es einen Wermutstropfen: Die jahrelange Tendenz setzt sich zwar fort, verlangsamt sich jedoch stetig“, so Bergmann.

Foto: Thomas Lucks/ BG BAU

Der Rückgang von Arbeitsunfällen in der Bauwirtschaft hat sich deutlich verlangsamt. (Foto: Thomas Lucks/ BG BAU)

2015 lag die Unfallquote pro 1.000 Beschäftigten bei 55,49 Fällen. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie mit minus 0,68 Prozent nur leicht zurückgegangen. In früheren Vorjahresvergleichen war diese Quote häufig um fünf bis acht Prozent geschrumpft. Zudem registrierte die BG BAU im letzten Jahr 86 tödliche Unfälle. Das sind fünf mehr als im Vorjahr. Die häufigste Todesursache waren Abstürze, etwa von Dächern oder Baugerüsten. Viele der tödlichen Unfälle wurden durch herabfallende und kippende Teile, wie umstürzende Schalungselemente, Paletten oder die Ladung von Lastwagen verursacht. Einen weiteren Schwerpunkt stellen Maschinenunfälle dar.

Auf Zielgruppen bezogene Maßnahmen zur Unfallprävention wie Schulungen, Kampagnen und Arbeitsschutzprämien der BG BAU (Finanzielle Anreize zwischen 250 und 2.000 Euro zur Anschaffung sowie Aus- und Nachrüstung von Arbeitsmitteln, Maschinen und Geräten) helfen. Allerdings reiche der Ansatz, die Organisation des Arbeitsschutzes und die Technik zu verbessern allein nicht aus: „Nur durch eine noch bewusstere Wahrnehmung der eigenen Verantwortung aller Beteiligten für sich selbst und für andere kann der Rückgang der Unfallzahlen weiter verstetigt werden. Arbeitsschutz muss als wichtiger Bestandteil des alltäglichen Handelns etabliert werden. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen und den Sozialpartnern wollen wir dafür Wege suchen und daran arbeiten, um den Arbeitsschutz kontinuierlich weiter zu verbessern“, sagt Bergmann.

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2016-11-19T12:21:32+00:00
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